Ich verfolge regelmäßig die monatlich vom Schweizerischen Uhrenverband (Fédération de la Watch) veröffentlichten Exportzahlen für Schweizer Uhren. Bis November 2024 ist ein stetiger Rückgang erkennbar, der sich auch im gleitenden 12-Monats-Durchschnitt widerspiegelt. Ich bin kein Trendanalyst, aber der aktuelle Trend deutet darauf hin, dass für 2025 kein starkes Wachstum zu erwarten ist. Was können wir also erwarten?

Neue Uhren
Ein Blick auf die wichtigsten Märkte im November 2024 (die aktuellsten verfügbaren Zahlen) zeigt einen globalen Rückgang von 7,9 %, der maßgeblich von den asiatischen Märkten beeinflusst wird. Hongkong und China verzeichnen Rückgänge von 18,8 % bzw. 27,0 %. Der wirtschaftliche Abschwung und die fallenden Aktienmärkte deuten darauf hin, dass der Druck hier noch eine Weile anhalten wird. Der US-Markt zeigt sich hingegen robuster, ebenso wie einige Einzelmärkte wie Spanien (21,7 %) und Indien (59,7 %). Das ist zwar erfreulich, aber sicherlich nicht ausreichend, um den im September 2024 begonnenen Abwärtstrend in absehbarer Zeit zu stoppen.

Betrachtet man die Preiskategorien, so zeigt sich, dass das Segment zwischen 500 und 3.000 CHF sowohl hinsichtlich der Verkaufszahlen als auch des Wertes am stärksten betroffen ist. Das High-End-Segment mit Einzelhandelspreisen über 3.000 CHF leidet am wenigsten, insbesondere wertmäßig. Hier dürften die Auswirkungen der flächendeckend umgesetzten Preiserhöhungen deutlich werden.

Gebrauchtwagenmarkt
Der Gebrauchtmarkt ist zwar vielfältiger, folgt aber im Allgemeinen demselben Trend. Betrachtet man die Daten von Chronopulse , basierend auf tatsächlichen Transaktionen auf Chrono24, zeigt sich ein deutlicher Rückgang in der zweiten Jahreshälfte 2024, gefolgt von einem überraschenden Anstieg zum Jahresende. Das Ergebnis für 2024 ist nahezu unverändert (-0,40 %). Die Exportzahlen für Dezember 2024 liegen noch nicht vor; es bleibt abzuwarten, ob sich hier ebenfalls ein Aufwärtstrend abzeichnet. Insgesamt scheint 2024 nach dem starken Rückgang in den Jahren 2022 und 2023, unmittelbar nach dem Hype-Höhepunkt im April 2022, ein Konsolidierungsjahr gewesen zu sein.

Also insgesamt ein Konsolidierungsjahr, in dem alle Marken in allen Segmenten bewertet werden. Was aber, wenn wir uns auf einige wichtige Marken konzentrieren?
Rolex














